Donnerstag 9. April 2026
18–19 Uhr
«Perpetuum» (Uraufführung)
Performance von Maja Renn

PERPETUUM greift die Beschaffenheit von ungebranntem Ton auf: vom weichen, bildsamen Zustand hin zu einer festen, aber fragilen Form nach dem Trocknen, die beim Kontakt mit Wasser wieder in ihren plastischen Zustand zurückkehrt und so endlos formbar bleibt.
Die Choreografie folgt dieser Materiallogik: Der Körper, ständig im Fluss, bewegt sich zwischen Nachgeben, Halten und Loslassen. Feine Variationen in der Wiederholung erzeugen einen Zyklus, der eine finale Gestalt verweigert. Angesichts begrenzter Ressourcen setzt das Stück auf Zirkularität statt Wegwerfmentalität und fragt, wie Wert entstehen kann, wenn dasselbe Material immer wieder neue Gestalt annimmt, jede Form flüchtig bleibt und sich nichts festhalten lässt, weil sich alles unweigerlich verändert.
Regie und Performance: Maja Renn
Choreografische Assistenz: Misia Żurek
Tonexpertise: Anneka Beatty
PERPETUUM feiert ihre Uraufführung an der Vernissage der Ausstellung «Resonances of the Transient».
Eintritt frei